Was sie über Ihre Katze nicht wussten
Was sie über Ihre Katze nicht wussten

Was Sie über Ihre Katze nicht wussten!
Wir werden selbstverständlich immer viel gefragt in unserer Tierarzt Praxis in Stuttgart. Hier versuchen wir einige Antworten zu geben:
Katzen gelten als geheimnisvolle Wesen.
Obwohl sie unsere Wohnungen und Herzen schon seit Jahrtausenden erobert haben, verbergen sich hinter ihrem schnurrenden Äußeren oft erstaunliche Eigenschaften und Verhaltensweisen, die viele Katzenbesitzer überraschen. Hier sind einige Dinge, die Sie möglicherweise nicht über Ihre Katze wussten:
1. Katzen schnurren nicht nur aus Zufriedenheit
Das beruhigende Schnurren Ihrer Katze ist nicht immer ein Zeichen für Entspannung. Katzen schnurren auch, um sich selbst zu beruhigen, Schmerzen zu lindern oder sogar die Heilung von Verletzungen zu fördern. Wissenschaftler vermuten, dass die Vibrationen des Schnurrens die Durchblutung verbessern und die Regeneration des Gewebes unterstützen können.
2. Jede Katze hat ihre eigene „Stimme“
So wie jeder Mensch einen individuellen Tonfall hat, entwickelt auch jede Katze eine eigene „Sprache“, die sie speziell auf ihre Menschen abstimmt. Ihre Katze miaut also nicht wahllos – sie kommuniziert gezielt mit Ihnen. Erwachsene Katzen miauen übrigens nur, um mit Menschen zu sprechen, nicht mit anderen Katzen.
3. Ihr Geruchssinn ist besser, als Sie denken
Katzen haben einen extrem feinen Geruchssinn, der sogar dem von Hunden nahekommt. Außerdem besitzen sie ein sogenanntes Jacobson-Organ im Gaumen, das ihnen hilft, Gerüche genauer zu analysieren. Wenn Ihre Katze mit halb geöffnetem Maul „riecht“, verwendet sie dieses Organ – ein Verhalten, das „Flehmen“ genannt wird.
4. Katzen können die Zeit spüren
Haben Sie sich schon einmal gewundert, warum Ihre Katze genau weiß, wann es Futterzeit ist? Katzen haben ein erstaunliches Zeitgefühl und orientieren sich an Routinen, Lichtverhältnissen und Geräuschen. Sie können Veränderungen in Ihrem Tagesablauf bemerken, die für Sie selbst kaum wahrnehmbar sind.
5. Katzen träumen im Schlaf
Ja, auch Katzen träumen! In der Tiefschlafphase, der sogenannten REM-Phase, bewegen sie oft ihre Pfoten oder Schnurrhaare – ein Hinweis darauf, dass sie möglicherweise von einer spannenden Mäusejagd träumen.
6. Katzen sind Linkspföter oder Rechtspföter
Wussten Sie, dass Katzen – ähnlich wie Menschen – eine bevorzugte „Pfote“ haben? Beobachten Sie, welche Pfote Ihre Katze zuerst einsetzt, wenn sie eine Tür öffnet oder ein Spielzeug angreift. Diese Präferenz ist genetisch bedingt und kann von Katze zu Katze variieren.
7. Sie trinken Wasser auf überraschende Weise
Beim Trinken ziehen Katzen ihre Zunge blitzschnell zurück und erzeugen eine Art „Wasserfaden“, den sie in ihren Mund saugen. Dieses physikalisch raffinierte Trinkverhalten unterscheidet sich stark von Hunden, die eher „schlabbern“.
Fazit
Auch wenn wir unsere Katzen gut zu kennen glauben, überraschen sie uns immer wieder mit ihrer Intelligenz, ihren Fähigkeiten und ihrer tiefen Verbundenheit mit uns. Vielleicht lohnt es sich, die nächste scheinbar alltägliche Geste Ihrer Katze genauer zu beobachten – Sie könnten etwas völlig Neues entdecken!